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Positive Bilanz nach dem ersten Jahr des neuen Tarifsystems

- Mehr als 50.000 zusätzliche Jahreskarten in Wien, Niederösterreich und Burgenland

- Mehr als 8.000 zusätzliche Top-Jugendtickets mit weiter starkem Aufwärtstrend

- Einzelfahrkarten stagnieren

Wien/St. Pölten/Eisenstadt – Seit Juli 2016 gilt für den Öffentlichen Verkehr in Wien, Niederösterreich und Burgenland das neue, moderne und einheitliche Tarifsystem. Das ehemalige VVNB-Wabensystem sowie das VOR-Zonensystem gehören somit der Vergangenheit an. Heute gibt es einheitliche Tickets für Bus und Bahn sowie durchgängige Ermäßigungen für SeniorInnen und Menschen mit Behinderung. Die Bilanz nach dem ersten Jahr mit dem neuen Tarifsystem des VOR weist deutliche Steigerungen bei Jahreskarten (+ 9 %) und Top-Jugendtickets (+ 3 %) aus. Die Verkäufe von Einzelkarten in der Region stagnieren hingegen (- 3,5 %) gemäß dem langjährigen Trend.

Eine deutliche Steigerung von knapp über neun Prozent kann VOR bei seinen Stammkunden – den Jahreskarteninhabern – verbuchen: „Insgesamt sind mit Stand Juni 2017 somit 617.100 Fahrgäste mit VOR-Jahreskarten unterwegs, das sind um 50.900 mehr als im Vergleichsmonat Dezember 2015. Davon sind 49.100 reine Kernzonen-Jahreskarten, der Rest teilt sich auf klassische Pendler (also Kombination von Kernzone Wien und Region) und Jahreskarten mit Gültigkeit ausschließlich in der Region auf. 

Top-Seller Top-Jugendticket

Für nur 60 Euro sämtliche Öffis in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zu nutzen, das lassen sich mittlerweile rund 277.000 Schüler und Lehrlinge nicht entgehen. Im vorhergehenden Schuljahr waren es noch 269.197. „Diese Steigerung von mehr als 8.000 verkauften Top-Jugendtickets zeigt einen weiterhin ungebrochenen Run von SchülerInnen und Lehrlingen hin zu den Öffis“, zeigt sich VOR Geschäftsführer Thomas Bohrn erfreut. 

Wien-Fahrer nutzen das volle Programm!

Jene Fahrgäste, welche vormals „Überlappungsbereiche“ genutzt haben, greifen weniger als erwartet auf die VOR-Ticketkategorie „Wien Regionalverkehr“ zurück, sondern kaufen gleich die umfassende Jahreskarte für die gesamte Wiener Kernzone (€ 365 bei Einmalzahlung). Wien Regionalverkehr ist ein spezielles Angebot für jene Kunden aus der Region, die in Wien ausschließlich S-Bahnen und Regionalbusse des VOR nutzen wollen, aber das umfassende Angebot der Wiener Linien nicht brauchen. Offenbar entschied sich der Großteil der Kunden, der bislang Überlappungsbereiche nach Wien genutzt hat, gleich für das „Gesamtpaket“ Kernzone Wien. Insgesamt nutzen rund 7.500 Kunden eine Jahreskarte der Kategorie „Wien Regionalverkehr“, während im Juni 2017 rund 565.700 reine Wien Kernzonen-Jahreskarten im Umlauf waren – ein Plus von 49.100 im Vergleich zum Vergleichsmonat Dezember 2015. 

VOR-Ticketing-App in der Pipeline

Der 6. Juli 2016 markiert einen Meilenstein in der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – denn seitdem verfügt die österreichische Ostregion über einen einheitlichen Öffi-Tarif. Der neue VOR-Tarif ersetzte die beiden Systeme des „VOR-Alt“ sowie des VVNB (Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland), die durch starre Zonen bzw. Waben geprägt waren. Gemeinsam mit den massiven Verbesserungen im öffentlichen Verkehr in den letzten Jahren trägt das neue Tarifsystem zum anhaltenden Erfolg des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion bei, was sich insbesondere an den steigenden Jahreskartenverkäufen zeigt. VOR und seine Partner wollen an diesen Erfolg anknüpfen und den öffentlichen Verkehr in der Ostregion weiter stärken. Nach der aktuellen Implementierungsphase des neuen Tarifsystems arbeiten die Experten in VOR und seiner Partnern nun an der weiteren Modernisierung der Vertriebskanäle – künftig sollen Fahrgäste zusätzlich zu den bewährten Verkaufsstellen wie Fahrkartenautomat, Onlineshop und personenbedienter Verkauf auf eine moderne VOR-Ticket-App zugreifen können.

Angebotsoptimierungen im Köcher 

Für den Erfolg des Öffentlichen Verkehrs ist nicht nur eine einfache, umfassende und faire Tarifierung samt moderner Vertriebsstruktur ausschlaggebend, sondern auch ein entsprechendes Angebot. Dementsprechend konnte VOR auf jenen Relationen, die in den letzten Jahren eine massive Angebotsverbesserung erfahren haben, überdurchschnittliche Fahrgastzuwächse verzeichnen: so konnten etwa die Kamptalbahn oder die „innere Westbahn“ (Westbahn Wienerwald) seit den massiven Angebotsverbesserungen im Dezember 2015 Fahrgastzuwächse von bis zu 20 % verzeichnen. Im September 2017 wurden weitere massive Angebotsausweitungen im Auftrag der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland umgesetzt – die Flughafenschnellbahn S7 fährt nunmehr vier Mal pro Stunde bis Flughafen Wien, außerdem verkehren zusätzliche Sprinter-Garnituren etwa an Wochenenden bis Wolfsthal. „Das nächste große S-Bahn- und Regionalbahnpaket im VOR wird mit 10. Dezember 2017 umgesetzt und massive Vorteile für viele unserer Kunden bringen. Alle Informationen werden, sobald die letzten Details fixiert sind, in den nächsten Wochen kommuniziert“, so Bohrn und Schroll. Weitere Fahrgastzuwächse im VOR scheinen also vorprogrammiert.

Georg Huemer

Georg Huemer


georg.huemer@vor.at
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